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008 und 421

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Funknetz 008

Das Funknetz 001 008 wurde von der vorgesetzten Dienststelle, dem Kommando LSK / LV betrieben und war dessen Führungsfunknetz in Friedenszeiten. Im eigentlichen Sinne deutet die 001 auf ein Netz des MfNV, die bei Notwendigkeit auch die Funkleitung übernehmen konnten. Die Betriebsart war A1, also richtiges Morsen, in relativ gehobenem Tempo und ausgezeichneter Qualität. Für Anfänger vollkommen ungeeignet, da wie geschildert das Tempo zu hoch war und der Betriebsdienst entsprechende Anforderungen an die Fähigkeiten der Funker stellte.

Das Netz wurde ununterbrochen betrieben und wurde im Normalfall auch nicht durch übermäßigen Betrieb oder Funkverkehr belastet, alle sechs Stunden ein Wetterspruch mit zwanzig Gruppen und den geplanten Frequenzwechseln, der auch in einem vorgeschriebenen Rhythmus abliefen. Im Prinzip wurde das Netz in ständiger Bereitschaft gehalten. Für vertrauliche Übermittlungen standen ja andere Möglichkeiten und sichere Verbindungen zur Verfügung.

Unter normalen Dienstbedingungen gab es eine Hauptfunkstelle, vertreten durch den ZGS-14 und drei Unterfunkstellen, der GS-31 in Kolkwitz, der GS-33 in Cölpin und die OHS der LSK / LV, wobei wir in Kolkwitz die erste Unterfunkstelle im Netz waren. Je nach Dienstbedingungen konnten weitere Teilnehmer mitwirken.

Funknetz 421

Das Führungsfunknetz der 1. LVD hatte die Bezeichnung 620 421, wobei die 620 die Kennung der 1. LVD darstellte. Hier war der GS-31 Hauptfunkstelle und Teilnehmer im Funknetz waren die GS der FuTT - FuTB-31 in Döbern; 41 in Holzdorf; 51 in Sprötau ; 61 in Müncheberg, FRT - FRR-31 in Straßgräbchen ; FRBr-41 Ladeburg ; FRBr-51 in Sprötau. Hinzukommen noch die JFK - JG-1 in Cottbus / Holzdorf; JG-3 in Preschen; JG-7 in Drewitz ( wobei ich mir fast sicher bin, das statt des JG-7 das JBG-37 teilnahm oder in den Funkunterlagen so bezeichnet wurde ); JG-8 in Marxwalde.

Das Netz wurde in Betriebsart A1 ununterbrochen betrieben. Hier waren auch die Anforderungen an die Funker nicht so gehoben, aber die Regeln des Funkbetriebsdienstes sollte man schon beherrschen, denn auch in den Unterfunkstellen waren gut ausgebildete Funker. Im Netz gab es natürlich mehr zu tun, bei elf Unterfunkstellen verständlich. Schon die Frequenzwechsel gestalteten sich manchmal zur Geduldsprobe, denn im Raum Thüringen mußten auf der vorgrsehenen Frequenz nicht unbedingt gute Empfangsbedingungen vorherrschen und es wurde ein erneuter Wechsel veranlaßt. Frequenzwechsel bedeutete: Es wurde ein Signal an alle gesendet, welches nach der Entschlüsselung alle notwendigen Informationen enthielt. Die erforderlichen Abstimmungen an Sender und Empfänger wurden durchgeführt und eine erste Verbindungsüberprüfung ausgeführt.

Nicht selten wurden hier Sprüche mit 1000 Gruppen übertragen.

Als Hauptfunkstelle waren wir für die Einhaltung der DV 040/0/004 verantwortlich und der gesamte Funkverkehr wurde auf Tonband aufgezeichnet.

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